Herausforderung
- 70-jähriger Mann mit Hämodialyse (HD) über eine linke brachiocephale Fistel, die drei Jahre zuvor angelegt wurde.
- Ein Verfahren zur Gerinnungshemmung vor drei Monaten, bei dem eine Stenose des Cephalica-Bogens identifiziert und mit der Ballon-Venoplastie erfolgreich behandelt wurde.
- Erhöhter Venendruck an der Hämodialyse zwei Monate später – daher Verfahren/Intervention wiederholt.
Eingriff
Direkter Zugang über eine linke brachiocephale Fistel. Venografie zeigte ein Rezidiv der Stenose des Cephalica-Bogens. Venoplastie von 7 mm mit einem Hochdruckballon und Recoil der Stenose. Vergrößerung des Schleusenzugangs. Platzierung einer 7 mm x 5 cm GORE® VIABAHN® Endoprothese und Dilatation nach Platzierung.
Ergebnis
Ein gutes Ergebnis wurde erreicht und die V. subclavia/V. axillaris waren nicht beeinträchtigt. Die Follow-up-Venografie nach drei Monaten zeigte eine fortdauernde Offenheit.
Fallpunkte
- Die symptomatische Stenose des Cephalica-Bogens bzw. die Stenose mit Recoil erfordern eine nachhaltig Lösung, um die Offenheit wiederherzustellen und aufrechtzuerhalten.
- Der Cephalica-Bogen ist ein bekanntermaßen schwer zu behandelnder Bereich im Gefäßkreislauf des Dialysezugangs. Mit alleiniger Venoplastie werden hohe Raten von Behandlungsversagen und rezidivierender Stenose beobachtet.
- Bei Versagen der Venoplastie bietet das GORE® VIABAHN® Implantat eine nachhaltige Lösung, da es sich hervorragend an die anatomische Form des Cephalica-Bogens anpasst und dabei knickresistent ist.
- Ein GORE® VIABAHN® Implantat kann im Cephalica-Bogen ohne wesentliche Beeinträchtigung der V. axillaris präzise freigesetzt werden.
- Die Einführung der Endoprothese über den Fistelzugang (im Gegensatz zum femoralen Zugang) ermöglicht eine präzisere Kontrolle während der Freisetzung und eine korrektere Platzierung, da beim GORE® VIABAHN® Implantat eine Freisetzung distal – proximal erfolgt.
- Die ESVS-Leitlinien empfehlen, dass für die Behandlung der Stenose des Cephalica-Bogens eine endovaskuläre Behandlung mit Stent Grafts in Betracht gezogen werden soll (Empfehlung 63).1
Relevante Fallstudie
- Schmidli, J. et al., Vascular Access: 2018 Clinical Practice Guidelines of the European Society for Vascular Surgery (ESVS), European Journal of Vascular and Endovascular Surgery 2018 Jun;55(6):757-818

Eine vollständige Beschreibung aller geltenden Indikationen, Warnhinweise, Vorsichtsmaßnahmen und Kontraindikationen für die Länder, in denen dieses Produkt angeboten wird, finden Sie in der Gebrauchsanweisung unter eifu.goremedical.com. RXOnly
INDIKATIONEN IN EUROPA: Die GORE® VIABAHN® Endoprothese mit bioaktiver PROPATEN Oberfläche ist zur Behandlung in den folgenden Fällen indiziert:
- De-novo-Läsionen oder restenotische Läsionen der Iliakalarterien
- De-novo-Läsionen oder restenotische Läsionen der A. femoralis superficialis und der proximalen A. poplitea
- Restenotische In-Stent-Läsionen der A. femoralis superficialis und der proximalen A. poplitea
- Stenose oder thrombotischer Verschluss an der venösen Anastomose synthetischer arteriovenöser Gefäßprothesen (AV-Zugänge) und im venösen Abstrom bei Shunts von Dialysezugängen, einschließlich der zentralen Venen
- Poplitealarterienaneurysmen und isolierte Viszeralarterienaneurysmen
- Traumatische oder iatrogene Gefäßschädigungen von Arterien, die sich in der Brusthöhle, im Bauchraum oder im Becken befinden (außer Aorta, Koronararterien, Truncus brachiocephalicus, Karotiden, A. vertebralis und A. pulmonalis)
KONTRAINDIKATIONEN:
- Nicht-elastische Läsionen, bei denen während der Prädilatation keine vollständige Aufdehnung des Angioplastie-Ballonkatheters erzielt wurde bzw. bei denen die Läsion nicht ausreichend aufgedehnt werden kann, um die Passage des Applikationssystems zu ermöglichen.
- Die GORE® VIABAHN® Endoprothese mit bioaktiver PROPATEN Oberfläche darf bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Heparin nicht verwendet werden. Dies gilt insbesondere auch für die Patienten, bei denen in der Vergangenheit eine heparininduzierte Thrombozytopenie (HIT) vom Typ II aufgetreten ist.





